notfallpsychologische Interventionen

 

Nach einem extrem belastenden oder traumatischen Ereignis (z.B. Überfall, Unfall, Gewalterfahrung, Todesfall, Naturkatastrophe) steht hier die zeitnahe Betreuung der Betroffenen im Vordergrund, um negative Langzeitfolgen zu vermeiden bzw. zu verringern.

Im Rahmen der Psycho-sozialen Notfallversorgung (PSNV) werden 3 Phasen unterschieden:

 

Phase 1: Akut- und Notfallversorgung (1 – 3 Tage)

Aufgaben: menschlicher Beistand, Unterstützung, Orientierungshilfe
Bei Bedarf: Krisenintervention

Wer? Einsatzkräfte, psychosoziale Notfallhelfer, u.U. Notfallpsychologen
 

Phase 2: Stabilisierungsphase (1 – 4 Wochen)

Aufgaben: psychologische Betreuung, Identifikation von Risikopersonen und Monitoring
Bei Bedarf: Verlaufsdiagnostik und psychologische Frühintervention

Wer? Notfallpsychologen

 

Phase 3: Weiterbehandlung für besonders belastete Personen und Gruppen

Aufgaben: Nachsorge, Psychotherapie, Rehabilitation
Wer? Notfallpsychologen, psychosoziale Notfallhelfer, Psychotherapeuten, Reha-Helfer

 

Die zeitliche Dauer der Phasen richtet sich nach der Größe des Notfalls, der Zahl der Opfer und dem Bedarf an psychologischen Hilfeleistungen.

 

weitere notfallpsychologische Interventionen

Neben der direkten Intervention bei allen direkten und indirekten (Angehörige, Zeugen, Zuschauer) Notfallopfern gehört zu den notfallpsychologischen Interventionen auch

 

 

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© Julia Krieg, Diplompsychologin, Nürnberg