Psychotherapie

 

Psychotherapie (altgr. psycho "Seele" und therapía "heilen") ist der Oberbegriff für alle Formen psychologischer Verfahren, die ohne Einsatz medikamentöser Mittel auf die Behandlung psychischer und psychosomatischer Krankheiten, Leidenszustände oder Verhaltensstörungen zielen. Dabei finden psychologische, d.h. wissenschaftlich fundierte Methoden verbaler und nonverbaler Kommunikation systematische Anwendung.

 

Meine psychotherapeutischen Schwerpunkte

 

Traumatherapie

Ein Trauma (griech. "Wunde") beruht auf der wahrgenommenen Mißverhältnis zwischen einer bedrohlichen Situation und den eigenen Bewältigungsmöglichkeiten. Die Betroffenen erliegen einer Flut von negativen Einflüssen, können sich der Situation nicht entziehen und erleben sich als hilf- und schutzlos. Reichen die Folgen eines traumatischen Ereignissess (z.B. Ängste, Flashbacks) weit über die verursachende Situation hinaus, können diese meist nur mittels geeigneter Therapieverfahren verarbeitet werden.

In der Traumatherapie geht es zum einen darum, den Betroffenen zu vermitteln, dass ihr Verhalten, Denken und Fühlen zunächst eine ganz normale Reaktion auf ein extremes Ereignis darstellt. Ziel ist es, Kräfte und Fähigkeiten, wie sie den Betroffenen vor der seelischen Erschütterung zur Verfügung standen, wieder zu mobilisieren, dass Erlebte zu verarbeiten und in ihr Leben zu integrieren und so einen angemessenen Platz im Selbst- und Weltbild der Betroffenen zu geben.

 

Schmerztherapie

Schmerz ist lebensnotwendig und vielgestaltig. Er ist wie eine Alarmanlage, die den Organismus davor warnt, dass er an einer Stelle Schaden nimmt oder zu nehmen droht.

In der psychologischen Schmerztherapie geht es um die nichtmedikamentöse Behandlung von chronischen Schmerzen. Chronische Schmerzen gehen mit Ängsten und häufig auch mit Aggressionen einher. Insbesondere die Angst vor dem Wiederauftreten des Schmerzes (Schmerzangst) führt zum Vermeiden (vermeintlich) schmerzauslösender Bewegungen und führt letztlich zu einem ausgeprägten Vermeidungsverhalten von Bewegung überhaupt („Ich muss mich schonen“). Das wiederum bewirkt eine dysfunktionale Schwächung der Muskulatur. Auch führt die Angst zu verstärkter muskulärer Anspannung. Das mit den chronischen Schmerzen einhergehende Erleben, den Schmerzen ausgeliefert zu sein führt oftmals zu Depressionen, die wiederum die Schmerzen verstärken können. So kann es zum Teufelskreis des Schmerzes kommen. Ziel ist es, die mit den Schmerzen verbundenen Ängste abzubauen, neue Lebensperspektiven zu entwickeln und mit dem Schmerz umzugehen, u.a. durch gezielte Ablenkung (z.B. durch Gedanken, Vorstellung, angenehme Aktivitäten), Selbstwahrnehmungs- und Entspannungstraining.

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© Julia Krieg, Diplompsychologin, Nürnberg