Selbsthilfe im Fall der Krise

Aktualisiert: 1. Dez 2020

Während einer seelischen Krise ist das Denken und Fühlen oft anders und fühlt sich gestört an. Gedanken drehen sich im Kreis, sind unklar und funktionieren nach dem "Schwarz-Weiss-Prinzip". Gefühle sind entweder nicht wahrnehmbar oder zu intensiv.


Daher ist es in Krisen wichtig, einen strukturierten Ausweg zu haben. Sich nicht mit dem eigenen Ich und dem damit verbundenen Innenleben sowie der eigenen Gedankenwelt zu beschäftigen, sondern Schritt für Schritt die Außenwelt bewusster wahrzunehmen und gemäß de persönlich erstellten Krisenplans aktiv zu werden.


Nachstehend ein paar Anregungen für den Umgang in Krisensituationen:

Erstellen Sie Ihre eigenen 20 Punkte.

Unterscheiden Sie hierbei Hilfe für zu Hause, unterwegs und nachts.


Ideen für hilfreiche Maßnahmen:


STOP-Sätze formulieren und groß geschrieben irgendwo aufhängen

  • Es ist nichts was bleibt!

  • Du kommst da wieder raus!

  • Es gibt immer eine Lösung!

  • Das ist eine Phase, gehe raus und tu etwas für Dich!


Aktiv werden, auf keinen Fall im Bett liegen bleiben, leichte Aktivitäten wie z.B.

  • spazieren gehen

  • Sport treiben

  • mit Freunden oder Bekannten reden

  • aus dem Haus gehen, die Umgebung ändern, neue positive Eindrücke erzeugen

  • Blumen gießen, Tiere füttern, putzen. Über diese Dinge einen Bezug zur Realität herstellen

  • schöne Musik hören

  • etwas Leckeres kochen


Sich bewusst Reizen aussetzen, wie z.B.

  • kalt-warm Wechseldusche, Gerüche, Wärmflasche oder Coolpack einsetzen

  • die Wohnung kräftig durchlüften

  • Chinesisches Heilpflanzenöl riechen

  • Igelbälle drücken

  • Barfuss laufen


Achtsamkeitsübungen durchführen, wie

  • Gegenstände im Raum zählen

  • Gerüche bewusst wahrnehmen

  • Dinge einer bestimmten Farbe suchen



Wenn Sie persönliche Unterstützung brauchen, dann nehmen Sie mit mir Kontakt auf.

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